Gemüse des Monats Oktober
Rote Bete ist eine dieser Gemüsesorten, die viele Menschen entweder lieben oder hassen. Die knallrote Knolle hat es in sich: Sie ist ein echtes Nährstoffwunder, bringt Schwung in die Küche und überrascht mit einigen ungewöhnlichen Eigenschaften. Doch jenseits ihrer bekannten Rolle im klassischen Borschtsch oder als Beilage zum Salat steckt in der roten Bete viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Das auffälligste Merkmal der roten Bete ist natürlich ihre Farbe – ein sattes, leuchtendes Rot, das durch das Pigment Betanin entsteht. Dieses Farbpigment ist so stark, dass es nicht nur Hände und Kleidung beim Kochen färben kann, sondern auch industriell verwendet wird, um Lebensmittel wie Eiscreme oder Süßigkeiten zu färben. Selbst Lippenstifte und Make-up profitieren von der natürlichen Farbgewalt der Bete. Doch die farbliche Power bleibt nicht nur äußerlich: Wer regelmäßig rote Bete isst, hat möglicherweise schon bemerkt, dass sich auch der Urin oder Stuhl rot färben kann – ein Phänomen, das den ein oder anderen vielleicht zunächst erschreckt.
Rote Bete wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Bereits im antiken Griechenland schätzte man sie als Heilmittel für verschiedene Beschwerden, von Verdauungsproblemen bis hin zu Blutarmut. Tatsächlich ist die Knolle ein Eisenlieferant und besonders gut für die Bildung von roten Blutkörperchen. Das macht sie zu einem Geheimtipp für alle, die einen natürlichen Eisen-Boost suchen.
Ursprünglich war die Bete gar nicht rot, sondern eher weiß oder gelblich. Die heute bekannte rote Sorte wurde erst durch gezielte Züchtungen entwickelt. Heute gibt es neben der klassischen roten Bete auch weiße und gelbe Varianten sowie die besonders dekorative Ringelbete, deren Inneres rot-weiß gestreift ist.
Das klingt zunächst merkwürdig, aber rote Bete wird immer häufiger von Sportlern geschätzt – und zwar nicht als Beilage, sondern als Saft! Das in der roten Bete enthaltene Nitrat verbessert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Muskeln, was zu einer besseren Leistungsfähigkeit führen kann. Tatsächlich greifen manche Marathonläufer und Radfahrer zu einem Glas Rote-Bete-Saft, bevor sie an den Start gehen, um ihre Ausdauer zu steigern.
Wer nach einer durchzechten Nacht am nächsten Morgen einen klaren Kopf bewahren will, könnte rote Bete als Geheimwaffe nutzen. Dank der vielen Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe hilft die Knolle dem Körper, schneller Giftstoffe abzubauen und sich zu regenerieren. Ein Rote-Bete-Smoothie am Morgen könnte also ein effektiver Katerkiller sein!
Rote Bete wird schon seit dem Mittelalter als Aphrodisiakum eingesetzt. Der hohe Gehalt an Bor soll den Testosteronspiegel steigern und damit die Libido ankurbeln. Ob das wirklich stimmt, sei dahingestellt – aber ein Rote-Bete-Salat bei einem romantischen Dinner kann sicher nicht schaden.
Die rote Bete könnte eines Tages zu den ersten Gemüsesorten gehören, die auf dem Mond oder Mars wachsen. Wissenschaftler untersuchen die Eignung von Pflanzen für das Leben im All, und rote Bete steht aufgrund ihrer Nährstoffdichte und Widerstandsfähigkeit ganz oben auf der Liste der potenziellen „Weltraum-Gemüse“.
Rote Bete hat also weit mehr zu bieten, als viele vielleicht denken. Ob als natürlicher Farbstoff, Superfood für Sportler oder potentielles Mondgemüse – die rote Knolle ist vielseitig und voller Überraschungen. Wer also bisher skeptisch war, sollte sich vielleicht doch einmal an die leuchtende Bete heranwagen – sei es als Saft, Suppe oder einfach im Ofen gebacken. Denn eines ist sicher: Rote Bete bringt Farbe und Geschmack in jede Küche!
Dieser Flammkuchen kombiniert die erdige Süße der roten Bete mit dem cremigen Ziegenkäse, nussigem Spinat und knusprigen Walnüssen – eine köstliche und raffinierte Variante des klassischen Flammkuchens.
Zutaten (für 2 Flammkuchen):
Für den Teig:
Für den Belag:
Zubereitung:
Teig zubereiten: Mehl, Wasser, Olivenöl und Salz in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig sollte elastisch, aber nicht klebrig sein. Falls er zu trocken ist, etwas Wasser hinzufügen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 20 Minuten ruhen lassen.
Ofen vorheizen: Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen (bei Umluft etwa 200°C). Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Belag vorbereiten:
Teig ausrollen: Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in zwei Flammkuchen portionieren. Die ausgerollten Teige auf das Backpapier legen.
Crème fraîche und Ziegenkäse: Die Crème fraîche gleichmäßig auf den Teigböden verstreichen. Dann den Ziegenfrischkäse in kleinen Portionen darauf verteilen. Etwas geriebenen Ziegenhartkäse darüber streuen.
Flammkuchen belegen: Die rote Bete-Scheiben, den Spinat und die Zwiebelringe gleichmäßig auf den Flammkuchen verteilen. Mit den gehackten Walnüssen bestreuen und nach Belieben etwas Honig darüberträufeln, um eine leicht süßliche Note zu erzielen.
Backen: Die Flammkuchen auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Ofen etwa 12–15 Minuten backen, bis der Teig knusprig und goldbraun ist und der Ziegenkäse geschmolzen ist.
Anrichten: Die Flammkuchen aus dem Ofen nehmen und nach Belieben mit frischem Thymian oder Rucola bestreuen. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Servieren: Den Flammkuchen heiß servieren und genießen!
Tipp: Der Honig auf dem Flammkuchen bringt eine schöne Balance zwischen der Süße der roten Bete und der herben Note des Ziegenkäses. Wer es intensiver mag, kann den Honig auch erst kurz vor dem Servieren auf den heißen Flammkuchen träufeln.
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